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Vanlife
© Fritz Berger
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Das musst du wissen, wenn du im Wohnmobil leben willst

So funktioniert Vanlife

Leben und arbeiten im Wohnmobil ist für viele ein Traum und hat sich in den letzten Jahren zu einem regelrechten Trend entwickelt. Doch Vanlife erfordert einen guten Plan und Vorbereitung. Hier erfährst du mehr dazu.


Inhaltsverzeichnis


Verschiedene Formen des Wohnmobil-Lebens

Das Leben in einem Wohnmobil kann man durchaus auch als eine Art Aussteigerleben oder als alternatives Lebenskonzept bezeichnen. Dabei muss man aber verschiedene Formen des Wohnmobillebens unterscheiden:
 

  • Du bleibst mit dem Wohnmobil dauerhaft an einem Ort, wie beispielsweise auf einem Campingplatz oder auf einem Privatgrundstück.
  • Du reist von Ort zu Ort, auch in andere Länder.

Manche Menschen besitzen nebenbei noch ein Haus oder eine Wohnung. Andere wiederum nicht. Das wird noch einmal interessant, wenn wir uns mit den rechtlichen Grundlagen beschäftigen.


Für wen bietet sich das Leben im Wohnmobil an?

Ein Leben im Wohnmobil kann im Prinzip von jedem geführt werden. Wichtig ist dabei natürlich die jeweilige Lebenssituation und wie man sein Leben finanziert.

Besonders einfach umsetzbar ist es für folgende Personengruppen:
 

  • Menschen, die Rente oder Pension beziehen
  • Personen, die von überall aus, also remote, arbeiten können
  • Menschen ohne Kinder oder mit jungen Kindern, die noch nicht schulpflichtig sind
  • Personen, die sowieso beruflich von Ort zu Ort reisen
  • Menschen, die anderweitig finanziell abgesichert sind
Ein Mann mit grauem Bart und hellblauem Hemd und eine Frau mit langen blonden Haaren und weißer Bluse sitzen nebeneinander auf einem Sofa; der Mann hat den Arm um die Frau gelegt. Auf dem Tisch davor eine Schale mit grünen Äpfeln und Bananen sowie ei
Für Menschen, die ihren Wohnraum verkleinern wollen, bietet sich das Leben im Wohnmobil an. © Carthago Reisemobilbau GmbH

Rechtliche Vorgaben

Meldeadresse

Es gibt kein Gesetz, das dir das Leben im Wohnmobil verbieten könnte. Allerdings gibt es ein paar Hürden, die das Vanlife erschweren können. Unter anderem benötigst du eine Meldeadresse, um behördlich erreichbar zu sein.

Das ist an sich kein Problem, wenn du …

… noch eine Wohnung oder ein Haus besitzt, wo du gemeldet bist und wohin du ab und an zurückkehrst. Im Prinzip bist du in diesem Fall nur sehr lange Zeit verreist.

… dich mit deinem Wohnmobil dauerhaft an einem Ort aufhältst. Denn laut § 20 Bundesmeldegesetz kann auch ein Wohnmobil als Wohnung gelten, aber nur, wenn du das Wohnmobil kaum bewegst. Dafür müsstest du deinen Hauptwohnsitz auf dem jeweiligen Privatgrundstück oder Campingplatz angeben.

Beachte, dass die rechtlichen Vorschriften hierbei je nach Bundesland variieren können und informiere dich vorher bei der zuständigen Behörde.

Wenn du allerdings keinen festen Wohnsitz mehr besitzt und mit deinem Wohnmobil von Ort zu Ort reisen möchtest, wird es komplizierter. Einige geben deshalb die Adresse von Verwandten oder Freunden an. Damit es sich dabei aber nicht um eine Scheinanmeldung handelt, musst du dich strenggenommen 183 Tage im Jahr dort aufhalten.

Du kannst dich auch komplett aus Deutschland abmelden. Beachte aber, dass du dann beispielsweise kein Auto anmelden, keine Verträge abschließen und nicht an Wahlen teilnehmen kannst.

Schulpflicht

Zwei Erwachsene, zwei Kinder und ein Hund blicken aus dem Heckfenster eines Wohnmobils; Wiese und Wasser im Hintergrund
Die Schulpflicht kann eine Hürde für Eltern sein, die mit Ihren Kindern reisen wollen. © Carthago Reisemobilbau GmbH

Wenn du Kinder im schulpflichtigen Alter hast, kann es ebenfalls zu Komplikationen kommen, falls du mit ihnen ein modernes Nomadenleben führen willst. Die deutsche Gesetzgebung ist sehr streng was die Schulpflicht angeht und nur in Ausnahmefällen wird Homeschooling erlaubt. Dennoch kannst du natürlich versuchen, es bei dem Schulamt zu beantragen. Falls das nicht klappt, bleibt dir eigentlich nur, dich aus Deutschland abzumelden und in einem Land anzumelden, das keine Schulpflicht hat oder sie großzügig auslegt. Denn wer einfach so dagegen verstößt, kann mit empfindlichen Bußgeldern rechnen und im schlimmsten Fall steht sogar der Entzug des Sorgerechts im Raum.


Wo kann das Wohnmobil stehen?

Hier kannst du mit dem Wohnmobil dauerhaft stehen:
 

  • Campingplatz: Auf manchen Campingplätzen kann man sich als Dauercamper mit Hauptwohnsitz anmelden. Man hat somit eine Meldeadresse und ist auch rechtlich auf der sicheren Seite.
  • Privatgrundstück: Nur mit ausdrücklicher Erlaubnis des Eigentümers darfst du hier stehen. Selbst wenn du der Eigentümer bist, brauchst du eventuell noch das Einverständnis der Gemeinde und eine Genehmigung vom Bauamt. Denn sobald du dein Campingfahrzeug abstellst, um darin zu wohnen, wird es vielerorts als Gebäude angesehen.

Hier kannst du mit dem Wohnmobil stehen, wenn du reisen möchtest:
 

  • Campingplätze: Sie sind besonders bequem, weil du alle Einrichtungen nutzen kannst.
  • Stellplätze: Sie eignen sich vorrangig für ein paar wenige Tage. Manche sind sogar kostenlos und verfügen über sanitäre Einrichtungen.
  • Privatgrundstücke: Dort musst du vorher um Erlaubnis fragen.
  • Parkplätze: Dort darfst du zwar übernachten, aber kein campingähnliches Verhalten zeigen. Markise und Stühle müssen also im Wohnmobil bleiben.

Mehr über kostenfreie Stellplätze erfährst du hier im Berger Blog.


Wohnmobil und Ausstattung

Heutzutage ist das Leben in einem Wohnmobil auch als Vanlife bekannt. Wobei es sich natürlich nicht gezwungener Maßen um einen Van handeln muss. Welchen Komfort du für ein Leben im Wohnmobil benötigst, hängt ganz individuell von deiner Person und den Mitreisenden ab. Dementsprechend kann ich dir kein spezielles Fahrzeugmodell oder eine -größe empfehlen. Aber sorge am besten für Möglichkeiten, damit sich jeder auch zeitweise zurückziehen kann, beispielsweise durch Schiebetüren. Das verhindert sicher auch den einen oder anderen Streit.

Weiterhin sollte das Wohnmobil über die folgende Ausstattung verfügen, um bequem darin leben zu können:
 

  • Betten, die man bestenfalls nicht erst umbauen muss
  • Stauraum für Kleidung und persönliche Gegenstände
  • Sitzecke, an der man eventuell auch arbeiten kann
  • Herd, Ofen und genügend Stauraum in der Küche
  • Kühlschrank und Gefrierfach
  • Bad/Toilette (entweder nur für Notfälle oder komplett ausgestattet)
  • Heizung
  • genügend Steckdosen
  • Rollos
  • Markise/Vorzelt
  • Solaranlage
  • eventuell Satellitenschüssel
  • eventuell Klimaanlage

Außerdem sollte dein Wohnmobil wintertauglich sein. Denke also an Isolierung und frostsichere Frischwasser- und Abwassertanks.

Zwei Personen bücken sich über einen geöffneten Ofen, eine hält ein Geschirrtuch; auf dem Herd stehen ein Topf und eine Pfanne, auf der Arbeitsfläche eine Schüssel mit Salat
EIne gut ausgestattete Küche kann das Leben im Wohnmobil erleichtern. © Carthago Reisemobilbau GmbH

Erreichbarkeit

Mittlerweile ist es kein Problem mehr, jederzeit erreichbar zu sein, selbst wenn du im Wohnmobil lebst. Wir schauen uns jetzt einmal die verschiedenen Möglichkeiten genauer an.

Post

Postalisch kannst du durch verschiedene Wege erreicht werden. Am einfachsten ist es natürlich, wenn du dauerhaft mit deinem Wohnmobil an einem Ort gemeldet bist, wie auf einem Campingplatz. Dort wird dir die Post einfach zugestellt.

Wenn du reist und zusätzlich noch eine Wohnung hast, kannst du Freunde und Verwandte fragen, ob sie sich um deine Post kümmern und weiterleiten. Du kannst auch durch eine Nachsendeauftrag die Post direkt zu ihnen schicken lassen. Stelle zudem eine Postvollmacht für eine Vertrauensperson aus.

Außerdem gibt es Anbieter, die dir ein Postfach einrichten, an welches deine Post weitergeschickt wird. Das Interessante daran: Dort wird deine Post digitalisiert und du kannst auch unterwegs alles online abrufen. Das geht direkt über die Post und nennt sich E-Postscan oder über andere Anbieter wie Dropscan.

Internet

Lächelnde Person sitzt in einem Van mit offenem Laptop auf dem Schoß, trägt kariertes Hemd und kurze Hose, bunte Decke an der Seitenwand
Wenn du im Wohnmobil arbeiten willst, musst du dich um stabiles Internet kümmern. © Pexels/Rodnae Productions

Internet ist für viele Menschen überlebenswichtig, schließlich ist es auch für viele „Vanlifer“ die Voraussetzung, um arbeiten zu können.

Diese Möglichkeiten hast du:
 

  • WLAN (Vom Campingplatz oder öffentliches)
  • mobiler WLAN-Router
  • WLAN-Stick
  • Handy als Hotspot mit mobilen Daten nutzen (kann je nach Vertrag teuer werden)

In diesem Blogbeitrag erfährst du, wie du dich im Campingurlaub mit dem Internet verbinden kannst.

Telefon

In vielen Ländern fallen keine Roaming-Gebühren mehr an. Das kommt dir zugute, denn du musst dir in diesen Ländern keine Gedanken über zusätzliche Kosten machen. Dennoch solltest du je nach Land überprüfen, ob nicht doch eine einheimische Karte sinnvoll wäre, um Geld zu sparen.


Gas, Strom und Wasser

Gas

In Europa gibt es verschiedene Gasanschlüsse. Das kann die Versorgung manchmal erschweren, wenn du auf Reisen bist. Packe deshalb verschiedene Euroadapter zum Befüllen deutscher Gasflaschen im Ausland ein.

Hier findest du Euro-Füllstutzen im Berger Onlineshop.

Stromversorgung

Wenn du auf Campingplätzen stehst, ist die Versorgung mit Strom in der Regel kein Problem. Dafür musst du nur ein CEE-Kabel einpacken. Wenn du unterwegs bist, empfiehlt sich außerdem folgende Ausstattung:
 

  • Lithium-Batterien
  • Sinus-Wechselrichter
  • Solarpaneele

Hier erfährst du noch mehr über die Stromversorgung im Wohnmobil.

Wasserversorgung

Hand steckt blauen Schlauch in Anschluss an der Seitenwand eines Fahrzeugs
Auffüllen kannst du den Frischwassertank einfach mit einem Schlauch. © hafakot – stock.adobe.com

Wenn du dauerhaft an einen Ort stehst, kannst du dein Wasser über Schlauchleitungen beziehen. Falls du reist, ist ein 150-Liter-Wassertank für die Versorgung mit Frischwasser in meinen Augen optimal. Damit kannst du auch ein paar Tage autark stehen. Habe zur Befüllung immer verschiedene Anschlüsse für den Schlauch dabei - und zur Sicherheit auch noch eine Einfüllkanne oder einen Kanister.

Mehr über die Wasserversorgung im Wohnmobil und Wohnwagen erfährst du in diesem Blogbeitrag.


Versicherungen

Versicherungen sind immer eine sehr individuelle Angelegenheit. Deshalb empfehle ich hier auch nur den Versicherungsschutz, den du mindestens haben solltest, um unbeschwert im Wohnmobil zu leben:
 

  • KFZ-Versicherung
  • Unfallversicherung
  • Haftpflichtversicherung
  • eventuell (Langzeit-)Auslandskrankenversicherung

In diesem Blogbeitrag findest du weitere Informationen über Versicherungen für Camper.


Kosten

Im Allgemeinen kann das Leben im Wohnmobil deutlich günstiger sein, als das Leben in Wohnung oder Haus. Dabei kommt es aber auch immer auf den individuellen Verbrauch an und wie viel Geld du in ein Wohnmobil investieren willst.

Mit diesen Kosten musst du rechnen:
 

  • Anschaffungskosten des Wohnmobils
  • Stell- und Campingplatzgebühren plus Strom, Ver- und Entsorgung
  • Gas
  • Versicherungen
  • Kraftstoff
  • Mautgebühren, falls du in andere Länder reist
  • Lebensmittel, Kleidung, Kosmetik
  • Internet-, Handykosten
  • GEZ
  • Reparaturen

Organisatorisches

Vor allem, wenn du nicht dauerhaft an einem Ort bleiben möchtest, musst du dich im Vorfeld um Folgendes kümmern:
 

  • jemanden beauftragen, der sich um Wohnung oder Haus kümmert
  • Impfungen und Medikamente besorgen
  • Versicherungen überprüfen
  • Internationalen Führerschein beantragen, falls du außerhalb der EU reisen willst.
  • Laufzeit von Pässen, Bankkarten, Camping-Karten, Krankenkassenkarten überprüfen und gegebenenfalls Adressänderung durchgeben
  • Wohnmobil durchchecken und eventuell noch mal TÜV machen lassen
  • Rundfunkbeitrag ummelden
  • wichtige Dokumente digitalisieren und abspeichern

Alltag im Wohnmobil

Mann und Frau hängen Wäsche an klappbarem Wäscheständer auf einer Wiese mit Bäumen. Mann hält blauen Eimer; sichtbare Kleidungsstücke: rotes T-Shirt mit Aufschrift 'I ♥ camping' und blaues T-Shirt
Wäschewaschen gehört auch beim Vanlife zum Alltag. © Fritz Berger

Vieles im Alltag ist gar nicht so anders, wenn du im Wohnmobil lebst. Kochen, waschen, putzen – all diese Tätigkeiten müssen weiterhin erledigt werden. Allerdings musst du weniger putzen, denn es steht ja auch weniger Raum zur Verfügung. Auch was das Kochen angeht, ändert sich im Grunde nichts. Beim Wäschewaschen musst du allerdings ein bisschen kreativer sein. Entweder du besorgst dir eine Reisewaschmaschine oder du wäschst per Hand beziehungsweise mit einem speziellen Waschsack. Wenn du auf einem Campingplatz bist, kannst du auch die Waschmaschine dort nutzen oder du suchst einen Waschsalon auf.

Wie Wäschewaschen ganz einfach geht, erfährst du in diesem Blogbeitrag.


Vorteile vom Leben im Wohnmobil


neue Eindrücke, Erfahrungen und Bekanntschaften


viel Abwechslung


schnell erledigte Hausarbeiten


du bist öfter an der frischen Luft


geringere Kosten als in Wohnung oder Haus


gegebenenfalls ein stressfreieres, minimalistischeres Leben


Nachteile vom Leben im Wohnmobil


kleiner Raum

weniger Privatsphäre


einige rechtliche Grauzonen


du musst für Strom, Gas und Wasser sorgen


Kontakte zu Verwandten und Freunden könnte leiden

weniger Luxus und Komfort


Fazit: minimalistisch Leben

Ein Leben im Wohnmobil hat durchaus seine Reize und wenn du dich gut auf dieses Abenteuer vorbereitest, steht dem Ganzen nichts im Wege. Unterschätze allerdings nicht den Alltag. Gerade Platzmangel und wenig Privatsphäre können langfristig auch aufs Gemüt schlagen. Deshalb ist Vanlife auch nicht für jeden Menschen uneingeschränkt empfehlenswert.


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