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© Fritz Berger

Über Silvester nach Sizilien mit dem Wohnmobil - Teil II

Reisebericht

Im zweiten Teil des Reiseberichts folgen wir Silke und Benjamin weiter auf ihrer Sizilien-Route durch den Nordwesten über die Südküste bis hin zum Ätna.


Inhaltsverzeichnis


Hier geht es weiter mit Teil II des Reiseberichtes von Silke und Benjamin. Wir begleiten sie immer noch auf ihrer Route durch Sizilien

Hast du Teil I des Reiseberichtes verpasst, findest du ihn hier.

Grau gefüllte Umrisskarte Siziliens mit Titel "SIZILIEN" und Untertitel "300 Sonnentage im Jahr" sowie nummerierten Ortsmarkern: 1 San Vito lo Capo, 2 Nubia, 3 Selinunte, 4 Herakleia Minoa, 5 Ragusa, 6 Syrakus, 7 Catania, 8 Taormina
Diese Orten haben Silke und Benjamin während des zweiten Teils ihrer Sizilienreise besucht. © Fritz Berger

In den wilden Nordwesten Siziliens

Die Fahrt zum nordwestlichen Ende Siziliens war wunderschön und ausnahmsweise sehr entspannt. Die Straßen waren leer und wir genossen immer wieder wundervolle Aussichten auf die Küste. Besonders beeindruckt hat uns der Aussichtspunkt oberhalb von Castellammare del Golfo. Wir erreichten San Vito lo Capo am frühen Nachmittag und liefen am Strand entlang in den hübschen Ort. Das Dorf ist geprägt von niedrigen Häusern mit Flachdach, die dem Ort ein arabisches Flair verleihen. Im Winter ist der San Vito lo Capo nahezu ausgestorben, im Sommer jedoch ist am riesigen Strand bestimmt jede Menge los. Übernachtet haben wir auf einem Parkplatz am Golf von Macari.

Blick auf eine Küstenstadt mit Sandstrand, einem kleinen Hafen mit Segelbooten, einem großen steinernen Bauwerk am Ufer, dicht bebauten Häusern und Bergen im Hintergrund unter teils bewölktem Himmel
Der Aussichtspunkt auf Castellammare liegt direkt an der Küstenstraße SS187. © Fritz Berger

Die Gegend erkundeten wir am nächsten Morgen bei bestem Wetter. Schöne Sandstrände, bizarre Felsen und eine grandiose Kulisse zeichnen die Natur im Nordwesten Siziliens aus. Die Landschaft wirkte wie eine Mondlandschaft und die Kinder hatten viel Spaß, auf den zerklüfteten Steinen zu klettern. Eigentlich wollten wir heute einen Ausflug mit der Seilbahn nach Erice unternehmen, allerdings lag der Ort in den Bergen im Nebel, sodass wir keinerlei Sicht gehabt hätten.

Sandiger Strand mit seichtem Wasser im Vordergrund, dahinter Berge und blauer Himmel, einzelne Personen, kleine Gebäude und ein Vogel am Ufer
Nach all dem Trubel von Palermo konnten wir uns am Golf von Macari erholen. © Fritz Berger

Wir entschieden uns spontan um und unternahmen eine wunderschöne Wanderung im Naturpark Monte Cofano. Nach einem kleinen Picknick mit bester Aussicht fuhren wir noch ein Stück weiter durch viele Salinen an einen kleinen Fischerhafen. Direkt neben unserem Wohnmobil suchte ein Flamingo nach Nahrung. Wir erlebten einen wunderschönen Sonnenuntergang und ließen anschließend den Abend im nahegelegenen Restaurant ausklingen.


Leuchtfeuer anstatt Silvesterfeuerwerk

Nach einer ruhigen Nacht war am Morgen am Fischerhafen etwas mehr los. Viele Fischer kamen gerade vom Angeln zurück oder brachen gerade auf. Auch der Flamingo vom gestrigen Abend tauchte wieder auf, um im niedrigen Wasser nach Krebsen und Algen zu suchen. Nach dem Frühstück besichtigten wir das nahegelegene Salzmuseum bei Nubia.

Rechteckiges helles Gebäude mit Außentreppe und blauem Fenster/Tür neben einem kleinen runden Mühlenturm; beide spiegeln sich in ruhigem Wasser, flaches Land und klarer blauer Himmel
Die Spiegelungen in den Salzbecken des kleinen Salzmuseums waren nahezu perfekt. © Fritz Berger

Das Wasser der Salzbecken auf dem Rundweg des kleinen Museums war spiegelglatt, sodass sich die Umgebung perfekt darin spiegelte. Wir kauften etwas Salz ein und fuhren an vielen Flamingos vorbei weiter in den Süden. Wir hielten in Selinunte bei einem archäologischen Park mit sehr gut erhaltenen griechischen Tempeln.

Rechteckiges steinernes Bauwerk mit hohen, zylindrischen Säulen in Reihen und teilweise fehlendem Dach auf einer grünen Wiese unter blauem Himmel
Auch die Griechen besiedelten Sizilien für einige Zeit, Überreste davon findet man in Selinunte. © Fritz Berger

Der Rundweg war uns heute mit 10 Kilometern Länge zu lang. So liefen wir nur bis zum ersten Tempel, der uns alle aber sehr beeindruckte! Die Kinder ließen ihrer Fantasie freien Lauf und eroberten die alte Ruine im Nu. Wir entdeckten unzählige Eidechsen und kletterten auf den warmen Steinen. 

Leuchtturm und kleines Gebäude auf einer felsigen Küste, ruhiges Meer und blauer Himmel mit Wolken
Silvesternacht am Leuchtturm © Fritz Berger

Für die Silvesternacht hatten wir uns einen ruhigen Stellplatz an einem Leuchtturm ausgesucht. Um dort hinzugelangen, mussten wir jedoch durch einen kleinen Ort mit sehr niedrigen Bäumen fahren. Aber der Weg lohnte sich, der Platz direkt am Strand war wunderschön und sehr ruhig gelegen. Anstatt einem Silvesterfeuerwerk begannen wir das neue Jahr mit dem Leuchtfeuer eines Leuchtturms.


Weiße Kalksteinfelsen im Süden Siziliens

Nach einer ruhigen Nacht genossen wir am Morgen den perfekten Platz. Die Kinder spielten am Strand und ließen Drachen steigen und wir freuten uns an der Sonne und der schönen Aussicht. Gegen später brachen wir zu einer Wanderung zum Capo Bianco bei Herakleia Minoa auf.

Weiße Klippen links, geschwungene Küstenlinie, blaues Meer, klarer Himmel, ferne Hügel am Horizont
Am Capo Bianco kann man wunderbar wandern gehen. © Fritz Berger

Ein Teil des Weges schien zunächst gesperrt, wir gelangten aber dennoch auf den Wanderweg, der direkt an den Klippen entlangführte. Ein Trampelpfad führte schließlich runter zum Strand, sodass wir uns unterhalb der Kalksteinfelsen befanden. Wir waren sehr beeindruckt von den senkrecht aufragenden weißen Klippen. Nach einer Landzunge ging es jedoch nicht weiter, denn wir hätten durch mindestens knietiefes Wasser waten müssen. Also kletterten wir die Felsen wieder nach oben und fuhren ein Stück weiter zu einer weiteren Kalksteinformation.

Weiße, geschichtete Felswand am Meer unter blauem Himmel, ruhiges Wasser im Vordergrund
Weiß wie Schnee ragt die Felsformation Scala dei Turchi aus dem Meer empor. © Fritz Berger

Die Scala dei Turchi (Türkentreppe) ragt weiß wie Schnee treppenförmig aus dem Meer hervor. Woher die Treppe ihren Namen erhielt, ist unklar. Vielleicht von den sarazenischen Piratenüberfällen in der Region, vielleicht aber auch von ihrer Ähnlichkeit zu den Felsformationen in Pamukkale.


Ragusa - eine zweigeteilte Stadt

Am nächsten Tag fuhren wir ein ganzes Stück weiter ins Landesinnere. Wir parkten unser Wohnmobil in Ragusa am großen Parkplatz nahe der Polizei und liefen nach einem Snack in einer Bäckerei einfach mal drauf los, um nach 20 Minuten festzustellen, dass wir in den „falschen“ Teil der Altstadt gelaufen waren.

Siedlung auf einem Hügel mit dicht aneinander gebauten hellen Häusern, großem Gebäude auf der Anhöhe, kurviger Straße, Bäumen und blauem Himmel mit Wolken
Der mittelalterliche Stadtteil von Ragusa heißt Ragusa Ibla. © Fritz Berger

Ragusa besteht aus zwei Teilen, dem barocken Stadtkern und Ragusa Ibla, der mittelalterlichen Unterstadt. Im 17. Jahrhundert wurde die Stadt durch ein Erdbeben komplett zerstört. Die verschiedenen Stadtteile wurden unterschiedlich wiederaufgebaut: Ragusa Superiore schachbrettartig, während Ragusa Ibla die mittelalterlichen Gassen erhielt. Die Stadtteile sind getrennt von einer tiefen Schlucht. Ragusa Ibla ist der sehenswertere Stadtteil und wir mussten viele Stufen nach unten laufen, um dorthin zu gelangen. Uns graute schon vor dem Rückweg, aber schon der Blick auf die mittelalterliche Stadt war spektakulär. Kleine braune Häuschen drängten sich dicht an den Hang. Wir schlenderten durch die engen Gassen und fanden zum Glück ein Taxi, das uns zurück zum Wohnmobil brachte.


Auf Europas höchstem Vulkan

Am Morgen mussten wir zeitig aufbrechen, da wir rechtzeitig in Syrakus sein wollten. Bis um 13 Uhr findet hier nämlich jeden Tag ein bekannter Markt statt. Wir parkten unser Wohnmobil auf dem Busparkplatz und liefen in den Stadtteil Ortygia. Dort kamen wir gerade noch rechtzeitig an, um durch die duftenden Gewürz- und appetitlichen Obststände zu laufen und jede Menge einzukaufen. In einem Café stärkten wir uns mit Arancini und Cannoli (mit Ricotta und Pistazien gefülltes Gebäck), bevor wir durch die Gassen und auf der Stadtmauer am Meer entlangliefen. Besonders gut gefiel uns auch der Platz vor der Kathedrale. Am Nachmittag brachen wir in Richtung Ätna auf. Schon auf der Autobahn war der rauchende Vulkan immer wieder sichtbar. Wir kurvten den Berg auf einer ordentlichen Straße nach oben. Nach einigen Ortschaften war zu beiden Seiten nur noch dunkles Vulkangestein zu sehen. Eine sehr faszinierende Landschaft! Wir kamen rechtzeitig zum wunderschönen Sonnenuntergang bei der Talstation der Seilbahn an und genossen die schöne Abendstimmung, die Aussicht auf das Lichtermeer der Stadt Catania und den Blick auf einen kleinen Krater des Ätnas.

Weißes Wohnmobil steht auf einer Straße neben einer Leitplanke, im Hintergrund Sonnenuntergang mit orange-gelbem Himmel und Hügeln
Sonnenuntergang auf dem Ätna © Fritz Berger

Am Morgen sind wir extra früh aufgestanden, um dem Touristentrubel zu entkommen. Die erste Seilbahn in Richtung Gipfel fährt um 8.30 Uhr und wir waren nicht viel später dran. Der Ätna ist mit 3357 Metern der höchste aktive Vulkan in Europa. Er bricht immer wieder aus und bedroht mit Lava, Gestein und Erdbeben die umliegende Region. Dennoch leben hier sehr viele Menschen, denn der Boden ist äußerst fruchtbar. Die Seilbahn fährt bis zu einer Höhe von 2500 Metern. Geführte Bustouren bringen Touristen weitere 200 Höhenmeter an den Krater heran, noch weiter nach oben darf man allerdings aus Sicherheitsgründen nicht. Wir begnügten uns mit der Aussicht von der Bergstation der Seilbahn und unternahmen eine kleine einsame Wanderung um den kleineren Krater Laghetto in der Nähe.

Rauchender Vulkankegel mit Schneefeldern, rotem felsigen Vordergrund und blauem Himmel
Den qualmenden Krater hatten wir immer im Blick. © Fritz Berger

Der Weg bestand aus losem Lavageröll, teilweise lag etwas Schnee und es war rutschig. Die Landschaft war jedoch grandios! An manchen Ecken stieg Rauch aus der Erde auf und der Boden war warm. Auf den schwarzen Steinen wärmten sich rote Marienkäfer in der Sonne. Wir umrundeten den dampfenden Krater auf einem kleinen Pfad und sammelten Lavagestein in allen möglichen Farben. Den Blick richteten wir immer wieder auf den bedrohlichen großen Krater in der Ferne. Wir kamen uns vor wie auf einem anderen Planeten. Als Nebel aufzog, fuhren wir mit der Seilbahn wieder nach unten und liefen dort um den Crateri Silvestri, bevor wir wieder bergab ans Meer fuhren. 


Taormina – die Perle an der Ostküste

Wir übernachteten auf einem kleinen Stellplatz bei Taormina. Am nächsten Morgen fuhr uns der Platzbetreiber mit seinem Bus in die Stadt. Taormina liegt am Hang über dem Meer und hat einen tollen Blick über die Küste bis hin zum Ätna. Wir liefen durch die hübschen Gassen zum antiken Theater, das uns vor allem mit seiner fantastischen Aussicht begeisterte.

Halbrunde steinerne Sitzreihen mit Geländern und Ruinen; einige Personen auf Wegen; Meer und verschneiter Berg am Horizont
Die beste Aussicht von Taormina hat man vom antiken Theater aus. © Fritz Berger

Taormina zählt zu den beliebtesten Reisezielen Siziliens und auch Goethe widmete der Stadt mehrere Seiten in seinem Reisebericht Italienische Reise. Für uns war es der letzte Halt auf Sizilien. Nachdem wir die Stadt besichtigt hatten, konnten wir noch im Meer schwimmen gehen, da die Wassertemperatur Anfang Januar bei etwa 18°C lag. Dann warfen wir einen letzten Blick auf den Ätna und verließen die wundervolle Insel wieder mit der Fähre von Messina nach Vila San Giovanni.

Einzelne Person in blauer Jacke auf einem dunklen, felsigen Hang; weiße Dampfwolken steigen vom Boden auf
Im Nebenkrater des Vulkans © Fritz Berger

Wir haben auf Sizilien einen wunderschönen, abwechslungsreichen Urlaub verbracht. Wir hatten für einen Winterurlaub traumhaftes Wetter, haben stets hervorragend gegessen und sind netten Menschen begegnet. Wenn wir die Kinder fragen, wo wir als nächstes hinfahren sollen, dann kommt zu 90 % die Antwort: „Wieder auf den Ätna!“


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