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9 wichtige Tipps zur Wohnmobilmiete

Schritt für Schritt zum passenden Mietmobil

In vielen Fällen ist Mieten sinnvoller als Kaufen. Zum Beispiel, wenn du mit dem Campingurlaub beginnst und nicht sicher bist, ob es die richtige Urlaubsform ist. Worauf du bei der Miete von Wohnmobil und Campingbus achten musst, erfährst du hier.


Inhaltsverzeichnis


1. Finde ein geeignetes Wohnmobil

Wohnmobile gibt es in verschiedenen Größen und Ausstattungsvarianten. Damit du für dich und deine Reise den geeigneten Camper findest, solltest du bei der Auswahl eines Mietmobils folgende Fragen beantworten können:

  1. Wie viele Personen sollen verreisen? Die Größe der Reisegruppe bestimmt auch die Mindestgröße und Aufbauform des Reisemobils. Seid ihr zu zweit unterwegs, kann auch ein Campingbus oder Kastenwagen ausreichend Platz bieten. Eine vierköpfige Familie sollte sich dagegen überlegen, ein Wohnmobil mit Alkoven und (je nach Alter der Kinder) Stockbetten zu buchen.
  2. Wo soll der Campingurlaub stattfinden? Grundsätzlich kannst du jedes Reiseziel mit jedem Wohnmobil ansteuern. Geht die Campingreise allerdings in kalte oder nasse Regionen, ist der Urlaub in einem geräumigen integrierten oder teilintegrierten Reisemobil angenehmer. Fährst du im August ans Mittelmeer, verbringst du viel Zeit im Freien und du kannst dich auch mit einem kompakten Kastenwagen arrangieren. 

Hier erhältst du einen Überblick der verschiedenen Wohnmobil-Grundrisse.


2. Den passenden Vermieter finden

Wohnmobil-Vermieter lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen. Es gibt Buchungsplattformen im Internet, ortsansässige Vermietstationen und auch Mietwohnmobile von Privatpersonen.

Die Wohnmobilmiete von Privat kann sich durch günstigere Preise lohnen. Wird das Wohnmobil über eine Plattform wie Paulcamper, Campanda oder Yescapa vermietet, ist für eine ausreichende Versicherung gesorgt. Bei der Wohnmobilmiete über Annoncen bei ebay oder in der Lokalzeitung solltest du vorsichtig sein. Lass dir in diesem Fall vom Vermieter bestätigen, dass das Wohnmobil während der Mietdauer entsprechend versichert ist.


3. Erkundige dich nach inkludiertem Zubehör

Wer mit dem Wohnmobil in den Urlaub fährt, benötigt spezielles Zubehör. Viele Vermieter statten ihre Mietmobile grundsätzlich mit wichtigem Basiszubehör, z.B. Campingtisch und Klappstühle, aus. Dieses Angebot ist auch sinnvoll, schließlich kann man von einem Mietkunden nicht erwarten, dass dieser umfangreiches Campingzubehör selbst mitbringt. Möglicherweise bietet dir der Vermieter gegen Aufpreis an, bestimmte Zubehörpakete gesondert zu mieten. Dabei kannst du entscheiden, ob die Zusatzausstattung für dich sinnvoll ist.

Die Mietfahrzeuge der Anbieter RoadsurferFreeway Camper und Malibu Rent sind übrigens mit Campingzubehör der Marke Berger ausgestattet


4. Buche das Mietmobil zur richtigen Zeit

Camping liegt im Trend. Darum sind auch Mietfahrzeuge stark gefragt. Kurzfristiges Buchen ist kaum möglich und Vermieter müssen keine Angst haben, dass ein Wohnmobil auf dem Hof stehen bleibt. Miete ein Wohnmobil daher rechtzeitig. Mindestens ein halbes Jahr vor Abreise solltest du den Mietvertrag unterzeichnen. Umso früher du buchst, desto besser stehen die Chancen, das Wunschfahrzeug reservieren zu können.


5. Vergleiche die Konditionen

Person in dunkler Jacke und Mütze geht mit großem schwarzem Hund auf ein weißes Wohnmobil auf einem Schotterweg an der Küste zu
Urlaub mit Hund erlauben auch manche Wohnmobilvermieter. © Pincamp

Der ausgewiesene Tagespreis sollte nur eines von vielen Kriterien bei der Auswahl des passenden Miet-Wohnmobils sein. Unbedingt berücksichtigen solltest du:

  • Freikilometer: jeder Mietvertrag nennt eine bestimmte Kilometerzahl, die du mit dem gemieteten Wohnmobil zurücklegen darfst. Ist diese erreicht, wird dir bei der Rückgabe des Campers jeder zusätzliche Kilometer in Rechnung gestellt. Unnötig hohe Nachzahlungen lassen sich aber vermeiden: berechne im Voraus deine geplante Reiseroute und überschlage die dafür nötigen Kilometer. Liegt dein Reiseziel verhältnismäßig nah, kann die kilometerweise Abrechnung möglicherweise günstiger ausfallen als ein Mietangebot mit umfangreichen Freikilometern.
  • Schäden/Reparaturen: wie bei jedem Mietwagen solltest du auch bei der Miete eines Wohnmobils die Versicherungsleistungen und die Selbstbeteiligung prüfen. Wichtig ist dabei auch, wie Schäden im Innenraum behandelt werden. Bei falscher Handhabung können Schäden an Möbeln oder der Einrichtung schnell passieren.
  • Absicherung im Ausland: führt dich deine Campingreise ins Ausland, solltest du klären, ob für Versicherung oder Reparaturen gesonderte Regeln gelten. Manche Vermieter verbieten sogar die Reise in bestimmte Länder grundsätzlich.
  • Haustiere: nicht jeder Wohnmobilvermieter lässt Haustiere zu. Erkundige dich besser frühzeitig, ob und, unter welchen Bedingungen Hunde und Co. im Mietmobil erlaubt sind. Manche Wohnmobil-Vermietungen haben für Reisen mit Haustieren gesonderte Fahrzeuge in ihren Vermietflotten.

6. Lerne das Mietwohnmobil kennen

Auch wenn du schon einmal mit einem Wohnmobil Urlaub gemacht hast: die Bedienung der Bordtechnik kann sehr unterschiedlich ausfallen.

Zusätzlich zu einer umfassenden Übergabe (siehe Punkt 7) erleichtern dir die größeren Vermieter den Umgang mit dem Wohnmobil durch Video-Tutorials. In den Videos siehst du beispielsweise, wie Heizung und Herd bedient werden und, wie du die Sitzgruppe zum Bett umbaust.

 Video: Küche im Roadsurfer T6 erklärt

https://youtu.be/2t7TT0OosHs

7. Stelle bei der Übergabe viele Fragen

Jeder seriöse Vermieter wird dir das Mietmobil bei der Übergabe genau erklären. Von der Handhabung der Mückengitter über das Befüllen des Wassertanks bis hin zum Entleeren der Toilette gibt es viel zu lernen. Zögere nicht, zu fragen, wenn dir etwas unklar ist. Denn dafür ist die Übergabe da. Was du jetzt nicht erfährst, musst du später im Urlaub mühsam in den Handbüchern nachlesen oder im Internet erfragen. 

Außerdem sollte der Vermieter ein Übergabeprotokoll anfertigen. Darauf müssen alle bereits bestehenden Schäden vermerkt sein. Zur Sicherheit kannst du Beschädigungen auch fotografieren. Dann hast du zusätzliches Beweismaterial, falls es bei der Rückgabe Unklarheiten gibt.


8. Vorbereitungen für die Rückgabe

Das Ausräumen des gemieteten Wohnmobils nimmt einige Zeit in Anspruch. Sieh in allen Staufächern- und klappen nach, ob irgendwo noch Gepäck liegt.

Auch wenn du eine Reinigungspauschale gebucht hast, solltest du die Wasseranlage und Toilettenkassette dennoch selbst entleeren. Insbesondere die Toilettenkassette ist in der Regel nicht in der Reinigungspauschale inbegriffen. Außerdem zeugt es von Anstand, wenn man seine Hinterlassenschaften selbst entsorgt.


9. Erst mieten, dann kaufen

Viele Vermieter verkaufen ihre Mietmobile am Saisonende. Somit kannst du das Wohnmobil während der Mietdauer ausgiebig testen. Beim anschließenden Kauf lässt sich der Mietpreis oftmals auf den Kaufpreis anrechnen.


Fazit: günstiger und flexibler als Kaufen

Die Miete eines Wohnmobils unterscheidet sich in zahlreichen Punkten von der Pkw-Miete. Mit entsprechender Vorbereitung verhinderst du grobe Fehler bei der Planung deines Urlaubs mit dem Miet-Wohnmobil. Am Preis lässt sich dann sparen, wenn du auch außerhalb der Hauptsaison verreisen kannst.

Wiegt dein PKW 1.800 Kilogramm, darf der Caravan maximal 1.440 Kilogramm inklusive Zuladung wiegen. 

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